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Jugendstil in Bad Nauheim
Hiltrud A. M. Hölzinger u. Christina Uslular-Thiele, Vorwort von Gerd Weiß, Nachwort v. Gert Selle. Alle Texte deutsch und englisch. 216 S., 246 Farb-Abb., 64 Hintergrundbilder, 24 Schmuckseiten, 3 Pläne u. 17 Biographien der beteiligten Künstler. 29 x 27 cm, Leinen mit Schutzumschlag und Schuber
ISBN 3-7845-7100-X, 39.80 EUR

Endlich ein großer Bild-Textband über den Bad Nauheimer Jugendstil:

Prof. Dr. Gerd Weiß, der Präsident des Landesdenkmalamts, in seinem Vorwort: „In den Standardwerken der Architekturgeschichte und des Jugendstils sucht man den Ort und seinen Architekten Wilhelm Jost vergeblich.“

Gefördert von Großherzog Ernst Ludwig von Hessen plante Wilhelm Jost nicht nur den Sprudelhof als zentrale neue Anlage der Kurstadt, vielmehr wollte er, angeregt durch den Darmstädter Jugendstil, die Stadt insgesamt städtebaulich neu ordnen. So entstanden außer den herausragenden Kur-Anlagen wie Sprudelhof, Trinkkuranlage, Wandelgänge, Badehäuser, Parks, neue Salinenanlage und Maschinenzentrale nebst Wäscherei auch zahlreiche weitere Jugendstilbauten – nicht zu vergessen das Empfangsgebäude des Bahnhofs –, die bis heute das Stadtbild mit einem außerordentlichen Gesamtkunstwerk der Zeit um 1910 prägen. Bedeutende Künstler gestalteten Details wie die Bau-Keramik, allerlei Dekorationen, Brunnen und Bassins, Möbel, Glasmalerei und Inneneinrichtung entweder im floralen oder geometrischen Dekorstil. Seit dem Rückgang des Badebetriebs stehen heute viele der Bauten leer und warten auf eine angemessene Nutzung.

Dieses neue Buch ist der erste große Bild-Textband, der dem Bad Nauheimer Jugendstil gewidmet wird. Die Stadt ist inzwischen einziges deutsches Mitglied im „Réseau Art Nouveau Network“ bedeutender europäischer Jugendstilstädte wie Barcelona, Budapest, Brüssel Glasgow, Helsinki oder Wien, weshalb alle Texte des Buches zweisprachig deutsch-englisch erscheinen.
Die Grafikerin und Fotografin Hiltrud A. M. Hölzinger fängt die Schönheit und den Zauber des Bad Nauheimer Jugendstils in diesem von ihr gestalteten Buch mit großformatigen Fotos, vielen Details und einem interessanten Layout ein.
Die Kunsthistorikerin Christina Uslular-Thiele begleitet die Bildsequenzen mit kurzen Texten, die den Bezug zur Entwicklung des deutschen Jugendstils zeigen. Im Anhang bietet sie Biografien der in Bad Nauheim tätigen Künstler – kunsthistorische Desiderate. Mit seinen umfangreichen und zum Teil neuen Informationen sowie dem reichhaltigen Bildteil ist das Buch für Kunsthistoriker ebenso unentbehrlich wie für Jugendstil-Liebhaber.

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