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Halberstadt Dom, Liebfrauenkirche und Domberg
Findeisen, Peter, 5., im Bildprogramm aktualisierte Auflage 2012. 95 Seiten, 177 Abbildungen, davon 104 farbig. 24,5x17 cm, Paperback, fadengeheftet
ISBN 3-7845-4607-0, 7.00 EUR

Das Ensemble am Halberstädter `Domplatz' wird hier im Zusammenhang behandelt: der immense Domschatz und der berühmte Dom ebenso wie sein - für uns - unverzichtbares Gegenüber, die Reformkanoniker-Stiftskirche Unser lieben Frau, aber auch die wichtigsten der übrigen Gebäude, die dem Platz seinen unverwechselbaren Charakter geben.
Romanische Reform-Architektur wird durch die Liebfrauenkirche trotz sichtbarer Planänderungen in hervorragender Weise repräsentiert (11./12. Jh.). Die Skulpturen ihrer Chorschranken erinnern an St. Michael in Hildesheim, und auch unter dem Triumphkreuz werden auswärtige Erinnerungen wach. In dem Barbara-Kapellen-Anbau finden wir einen vollständigen gotischen Gewölbemalerei-Zyklus, und der Kreuzhof vermittelt ein romantisches Ambiente. Vom Liebfrauenstift aus sollte die seelsorgliche Durchdringung der Diözese betrieben werden.
Der auf karolingische - und damit auf ältere als die magdeburgischen - Ursprünge zurückgehende Dom sah sich wie die Diözese insgesamt seit ottonischer Zeit in Konkurrenz zu Magdeburg. Der Halberstädter Dom ist , wie er heute steht, einheitlicher in seiner französisch-hochgotischen Gestalt (Bauzeit im wesentlichen 1240-1491). Vor allem aber ist mehr von seinen Klausurbauten und seiner Ausstattung bewahrt, nicht zuletzt im Domschatz: der Hallen-Lettner, die eigentümlichen Querhaus-Emporen, Glasmalerei, Skulptur, Lesepult, Leuchter, Chorgestühl, Taufbecken, Sakramentsschrank, Triumphkreuzgruppe, Altaraufsätze, Altargerät, liturgische Bücher, Reliquiare, Textilien wie liturgische Gewänder und Altarbekleidungen, Wandteppiche u.v.a.m. Einzelne Stücke erinnern auch an geistliche Spiele wie das „Adams-Spiel", das hier im Mittelalter aufgeführt wurde.
Die profane Platzbebauung - darunter mehrere ehemalige Kuriengebäude - stellt der Band ebenfalls vor. Unter diesen sind der Petershof sowie das heutige Städtische Museum und das Haus des Dichters J.W.L. Gleim bekanntere Bauten. In großer Anstrengung kaum saniert, sind einige dieser Gebäude 1993 schon Opfer von Brandstiftern geworden...
Diese aktualisierte Ausgabe berücksichtigt die Neueröffnung des Domschatzes 2008 und zeigt wesentlich mehr Bilder farbig als bisher.

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