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Der Naumburger Stifter-Zyklus Elf Stifter und der Erschlagene im Westchor (Synodal-Chor) des Naumburger Doms
Gerhard Straehle, 2., durchgesehene Auflage. 104 Seiten, 121 s/w-Abb., 24,5 x 17 cm, Paperback in Fadenheftung
ISBN 3-7845-2962-2, 12.80 EUR

Für alle an der Kunst im ‘Heiligen Römischen Reich’ und an der Geschichte des 13. Jahrhunderts interessierte Leser ist dieses Buch ein Muss als Führer in den Westchor des Naumburger Doms mit seiner ‘Triumphierenden Kirche’ in den Glasfenstern und seinem berühmten Stifterzyklus.
Gerhard Straehle beschreibt jede einzelne der zwölf Figuren genau und erklärt eingehend ihre historischen Bedeutungen sowie Biographien anhand zeitgenössischer Quellen.
Das Buch erzählt auch die spannende Geschichte vom Machtkampf zwischen den Bischöfen in Naumburg und den Markgrafen in Meißen zur Zeit der Entstehung des Zyklus.
Außerdem wird erstmalig gezeigt, dass dieser Bildhauer nicht aus Frankreich, sondern aus dem Hauskloster der Wettiner in Altzella gekommen ist, wo der junge Naumburger Meister zehn Jahre zuvor das heute fast vergessene Grabdenkmal des Markgrafen Dietrich des Bedrängten gemeißelt hat.
Die Frage nach den Auftraggebern und deren Interessen beantwortet der Autor durch eine Auswertung einschlägiger Dokumente aus der Entstehungszeit des Westchors. Diese Dokumente schließen eine liturgische Funktion der Stifterfiguren aus, wie sie die Autoren des Katalogs der Naumburg-Ausstellung von 2011 favorisieren. Dieselben Dokumente zeigen vielmehr, dass dem politischen Willen des Markgrafen eine entscheidende Bedeutung zukam bei der Konzeption und Gestaltung des Stifterzyklus mit der Darstellung von elf Stiftern und einem ,Erschlagenen’ (Dietmar) im Synodal-Chor der
Naumburger Bischofskirche. Abschließend (vor der Wiedergabe ausgewählter Urkunden) stellt der Autor die wichtigsten bisherigen Interpretationen zum Naumburger Stifterzyklus vor.

Der Autor: Gerhard Straehle wurde 2008 mit einer grundlegenden Arbeit „Der Naumburger Meister in der deutschen Kunstgeschichte“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Fach Kunstgeschichte bei Prof. Dr. Bernhard Schütz promoviert.

Vom selben Autor soll voraussichtlich 2017 in gleicher Ausstattung erscheinen: „Der Naumburger Meister. Von seinen Anfängen in Sachsen über Frankreich und Mainz nach Naumburg“.

Aus dem Inhalt: Der Westchor des Bamberger Architekten – Der Bildhauer aus Altzella – Historische Entwicklungen am Ende der Stauferzeit – Die Stifterfiguren in Einzelbeschreibungen – Voraussetzungen in der sächsischen Grabmalskunst – Das Programm der Westchorfenster – Deutungen der Forschung – Urkunden.

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